Erwerbstätige: Auf zu neuen beruflichen Ufern?

Sie haben bereits einige Jahre Berufserfahrung hinter sich. Vor Ihnen liegt die Zukunft und mit ihr eine Vielzahl an Möglichkeiten, die eigene Laufbahn bewusst zu gestalten. Berufliche Neuorientierung, die Suche nach einer grösseren Herausforderung, die Sehnsucht nach einer Tätigkeit die „Sinn“ macht. Dies sind nur einige der Themen, mit welchen sich viele Erwerbstätige intensiv beschäftigen. Eine persönliche Standortbestimmung und die vertiefte Auseinandersetzung mit den eigenen Wünschen, Neigungen und Fähigkeiten können Sie wegweisend zu neuen beruflichen Ufern führen.

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Zuletzt gestellte Fragen

Ich bin seit zehn Jahren in der Gastronomie, Hotelfachschulabschluss, kommunikativ, stark in Sprachen, Teamplayer, gut im Umgang mit Menschen. Möchte eventuell die Branche wechseln. Frage: Spontane Tipps? In welchem berufliche Umfeld hab ich gute Chancen?
Sie erbitten spontane Tipps, in welchem beruflichen Umfeld Sie Chancen haben. Da ich, ausser dem, was Sie mir geschrieben haben, von Ihnen kaum etwas weiss, sind meine Tipps wirklich sehr spontan. Die Gastro- und Hotellerie- sowie auch erweitert die Touristikbranche bieten einem kommunikativen, sprachgewandten und umgänglichen Teamplayer sehr viele berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. Ich frage mich also, warum Sie die Branche wechseln wollen. Daneben bieten sich ihnen sämtliche Tätigkeiten mit Marketing- oder Werbecharakter an. Auch solche können Sie selbstverständlich in Ihrem angestammten Bereich ausüben, was ich Ihnen auch empfehlen möchte, da die Möglichkeiten für Um- und Quereinsteiger in wirtschaftlich ungünstigen Zeiten eher beschränkt sind. Eine Ausbildung im genannten Bereich erhöht Ihre Chancen auf Erfolg. Für die Suche nach weiteren Berufs- und Weiterbildungsideen empfehle ich Ihnen die beiden Links, www.berufsberatung.ch und www.w-a-b.ch.
 
Ich bin 28 Jahre alt und schloss vor 6 Jahren meine Ausbildung als Polygrafin ab. Berufserfahrung kann ich 5 Jahre in verschiedenen Bereichen vorweisen, wie z.B. in der Grafik eines Pharmamarketing-Unternehmens, in einer Werbeproduktionsfirma oder in der Werbeabteilung einer Versicherung als Desktopperin, mit engem Kontakt zum Marketing. Ebenso arbeitete ich mal 7 Monate als Reiseleiterin im Ausland. Meine Idee ist schon seit langem, den Sektor grafische Industrie zu verlassen und eine Weiterbildung anzutreten, mit welcher ich gute Aufstiegschancen habe und "weiter komme" – eine Führungsposition erlange. Ich sehe mich auch in einer Beraterfunktion – vielleicht mal als Couch, mit Kontakt zu Menschen. Verschiedene Beratungsgespräche bei div. Schulen brachten mich mehr durcheinander, als weiter. Z.B. wurde mir das Handelsdiplom empfohlen und dann das höhere Wirtschaftsdiplom. Ein anderer meinte, ich soll tech. Kaufmann machen. Marketingplaner interessierte mich auch, jedoch ist das eine Fachausbildung, welche mich später einschränkt. Was empfehlen Sie mir?
Ihre Frage kann ich aus der Distanz nicht mit einem klaren Angebot beantworten, denn es gibt einige Vorabklärungen durchzuführen. Warum wollen Sie die grafische Industrie verlassen? Was genau ist es, das hnen nicht mehr gefällt? Diese Analyse ist wichtig, damit Sie bei der Suche nach neuen Branchen und Arbeitgebern nicht in die gleiche Situation geraten. Sie schreiben, dass Sie eine Führungsposition suchen, als Beraterin oder Coach arbeiten möchten. Nun stellt sich die Frage, wen möchten Sie beraten, sind dies Einzelpersonen, Gruppen oder Firmen? Was möchten Sie beraten? Welches sind die Inhalte der Beratung? Was ist Ihr Angebot?Eine Führungsposition könnten Sie ja auch in der grafischen Branche anstreben. Das wäre das Einfachste. Wenn Sie einen Berufswechsel vollziehen möchten, muss geklärt werden, welche Richtung für Sie stimmig ist. Erst dann kann die Frage nach der richtigen Schulung gestellt werden. Die vorgeschlagenen Schulen mit Handelsdiplom, Wirtschaftdiplom, Marketingausbildung etc. sind gut – aber was machen Sie damit? Mein Tipp ist, dass Sie sich über das Ziel klar werden und dann den Weg dazu suchen. Nicht umgekehrt. Als Berufs- und Laufbahnberater kann ich Ihnen nicht einfach eine Ausbildung oder eine Schule empfehlen, die passen sollte. Ihre Fragestellung bedarf genauerer Abklärung, sonst investieren Sie viel Geld und haben wenig Nutzen davon. In Ihrer Situation rate ich zu einer umfassenden Standortbestimmung, sei dies auf einer öffentlichen oder privaten Berufsberatungsstelle. www.svb-asosp.ch hilft hier weiter für Adressen. Leider kann ich Ihnen keine pfannenfertige Lösung präsentieren, hoffe aber trotzdem, dass Sie einige Hinweise aus meinen Anmerkungen nutzen können.
 
Ich bin 48 Jahre, habe eine Ausbildung als Krankenschwester, arbeite Teilzeit im Spital. Seit zwei Jahren arbeite ich in einem Projekt mit im sozialen Bereich mit Prostituierten. Ich mache Beratungen, und auch viel Berichte müssen fürs Projekt geschrieben werden. Ich hab schon viele Massageseminare besucht, auch Ausbildung in Fussreflex. Kenne mich im alternativen Medizinbereich gut aus, hab jedoch keine Ausbildung. Bin an Transaktionsanalyse intressiert. Ich suche nach einer Ausbildung, die mir danach ermöglicht mich an einer öffentlichen Stelle anstellen zu lassen, um Beratungen zu machen.
Sie haben eine fundierte Ausbildung, kennen sich in verschiedenen Bereichen gut aus und sind vielseitig interessiert. Nun sammeln Sie seit zwei Jahren Erfahrungen in einem interessanten Projekt. Vor allem die beraterische Tätigkeit scheint Ihnen zu gefallen. Um die für Sie richtige Ausbildung zu finden, müssten Sie sich Klarheit darüber verschaffen, welche Art von Beratungen Sie künftig anbieten möchten. Möchten Sie das in Verbindung mit der Transaktionsanalyse bringen? Welche Kundschaft möchten Sie beraten? Kennen Sie öffentliche Stellen, die solche Funktionen, welche Sie anstreben, anbieten? Was sind die jeweiligen Anforderungen? Wie ist die „Arbeitsmarktlage“? Diese Fragen gilt es zu klären, bevor Sie die für Sie passende Ausbildung suchen können. Eine ausführliche Laufbahnberatung würde Sie unterstützen, sich Klarheit zu verschaffen und zielgerichtet vorwärts zu planen.
 
Ich bin 40, habe einen KV Abschluss mit Weiterbildung zur eidg. dipl. Personalfachfrau mit rund zehn Jahren Erfahrung im Personalwesen und bin zusätzlich Berufsbildnerin im KV sowie Prüfungs-Expertin. Mich reizt immer mehr, im Bereich Ausbildung tätig zu sein, z.B. an Berufsschulen zu unterrichten oder an Weiterbildungsinstituten zum Thema Personalmanagement zu unterrichten oder gar ein Lehrerdiplom nachzuholen. Was für mögliche Wege gibt es? Ich habe leider keine Berufsmatura.
Der Einstieg in die Erwachsenenbildung ist der einfachste Weg. Dabei geht es "nur" darum einen Auftraggeber zu finden, der Sie für ein Schulungsangebot einstellt. Vorgängig ist sicher zu klären, welche Inhalte Sie an welche Zielgruppe weitergeben möchten und können.
Nachdem Sie dann einige Erfahrung gemacht haben mit Schulung, lohnt es sich, den modularen Lehrgang und Abschluss zur "Ausbilderin mit eidg. Fachausweis" zu erwerben. Mit der gleichen Ausbildung können Sie auch in der Lehrlingsausbildung tätig sein.

Berufsfachschullehrer gibt es für mehrere Fachrichtungen:
- allgemein bildende Richtung
- fachkundliche Richtung (nicht möglich wegen fehlender Fachausbildung)
- Informations- und Kommunikationstechnologie
- für Wirtschaftsfächer (nicht möglich wegen fehlender Fachausbildung)

Die meisten Berufsfachschullehrer/innen haben eine pädagogische Grundausbildung. Es ist auch möglich eine Teilzeitanstellung zu erlangen und dann durch die Empfehlung der Berufsfachschule eine Ausbildung nachzuholen.

Für allgemein bildende Richtung und Informations- und Kommunikationstechnologie gibt es aber auch Ausnahmen:

allgemein bildende Richtung
Voraussetzung für Personen ohne pädagog. Grundausbildung: einjährige Berufspraxis an einer gewerblich-industriellen Berufsschule (mind. 3 Lektionen pro Woche) sowie zusätzlich Didaktik-Kurs I des SIBP. Ausbildungsmöglichkeiten: Studium am Schweiz. Institut für Berufspädagogik SIBP zum Eidg. Diplom "Berufsschullehrer/in der allgemein bildenden Richtung".

Informations- und Kommunikationstechnologie

Ausbildung: Höheres Lehramt, d.h. 3-jährige, modularisierte, berufsbegleitende Ausbildung am Zürcher Hochschulinstitut für Schulpädagogik und Fachdidaktik, die eine 60%-ige Lehrtätigkeit während der Ausbildung erlaubt. Der erfolgreiche Studienabschluss schafft die formelle Voraussetzung für eine Anstellung als ordentliche Lehrperson an einer Berufsfachschule (BBT-Anerkennung; Gleichwertigkeit mit SIBP-Diplom).

Um ein Lehrerdiplom nachzuholen, ist es am Besten, mit der Pädagogischen Hochschule in einem Gespräch zu klären, welche Möglichkeiten Sie haben, um als erwachsene Person einzusteigen. Es wird aber mit Sicherheit auch ein umfassendes schulisches Programm sein.

Sie können sich vorgängig informieren auf der Webseite www.berufsberatung.ch, unter Ausbildungen (gelb) www.berufsberatung.ch/dyn/1195.asp. Dort können Sie die gesuchten Berufe eingeben und erhalten umfassende Kurzinformationen. Allenfalls lohnt sich auch ein Besuch im BIZ Berufsinformationszentrum in Ihrer Umgebung: www.svb-asosp.ch oder direkt www.svb-asosp.ch/d/verband/service/bb_verzeichnis/index.htm.
 
Ich bin 22 Jahre alt und arbeite zurzeit als kaufmännische Sachbearbeiterin. Ich habe leider nur einen Bürolehrabschluss (2 Jahre KV, 1 Jahr Bürolehre, Abschluss 2003). Nun möchte ich gerne eine neue Richtung einschlagen. Da mich die Immobilienbranche schon sehr lange interessiert, möchte ich nun wissen, ob es überhaupt möglich ist, mit meiner Ausbildung in diese Branche zu wechseln?
Sie interessieren sich für einen Einstieg in die Immobilienbranche und fragen sich, ob dies mit ihrer Ausbildung überhaupt möglich ist. Grundsätzlich spricht nichts dagegen. Ein Einstieg müsste idealerweise über die Praxis erfolgen. Das heisst, dass Sie aktiv nach Sekretariats-/Sachbearbeitungsstellen im Immobilienbereich Ausschau halten und sich dafür bewerben. Wenn Sie den Arbeitgeber von Ihren Fähigkeiten überzeugen können und den Anforderungen im Inserat gerecht werden, sind Ihre Chancen sicherlich intakt. Wichtig ist, dass Sie Ihre bisherige praktische Berufserfahrung ins Zentrum setzen. Haben Sie vielleicht bereits ein Zwischenzeugnis von Ihrem jetzigen Arbeitgeber verlangt, woraus Ihre Stärken und Qualifikationen ersichtlich sind? Ein gutes Zwischenzeugnis unterstützt den Bewerbungsprozess.
Natürlich ist es auch wichtig, dass Sie Ihr Beziehungsnetz nutzen. Kennen Sie jemanden aus der Immobilienbranche? Weiss Ihr Umfeld, dass Sie dahin wechseln möchten? Viele Stellen werden auf diesem „inoffiziellen Weg“ vergeben.
Haben Sie schon in Erwägung gezogen, den KV-Abschluss noch nachzuholen? Dies würde Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt natürlich noch steigern. Und da Sie noch jung sind, würde Ihnen dieser Schritt jetzt sicherlich leichter fallen, als wenn Sie ihn erst in 10 Jahren in Angriff nehmen. Überlegen Sie sich, was dafür und was dagegen spricht.
 
Ich bin 20, habe die Ausbildung zur Kauffrau (ohne BM) vor einem Jahr abgeschlossen. Zur Zeit bin ich Assistentin vom Director of Quality & Process Improvement und habe eigene Projekte die ich leiten darf, Prozesse verbessern und Events organisieren, etc. Ich habe mit der Weiterbildung zur Organisatorin mit eidg. Fachausweis begonnen. Was kann ich danach machen? Ich würde mich im Bereich Sprachen & Management weiterbilden. Ist es sinnvoll dipl. Organisatorin im Anschluss zu machen, oder kann ich auch so an die Fachhochschule?
Für den Zutritt zur Fachhochschule brauchen Sie eine Berufsmaturität. Somit hilft Ihnen in dem Sinne den Abschluss als dipl. Organisatorin nicht weiter. Das heisst aber nicht, dass er nichts Wert ist! Es kommt auf Ihre mittel- und langfristigen Ziele an, wofür Sie sich punkto Weiterbildung entscheiden. Stecken Sie sich also erst das Ziel und wählen Sie dem entsprechen den Ausbildungsweg. Über Weiterbildungsmöglichkeiten in den Bereichen Sprachen und Management finden Sie auch Infos unter www.w-a-b.ch oder über www.berufsberatung.ch. Wenn Sie Sprachen interessieren, haben Sie vielleicht auch Lust, eine Ausbildung im Ausland zu machen? Hierfür lohnt es sich, Informationen vor Ort beim Berufsinformationszentrum (BIZ) einzuholen.
 
Ich bin 24 und habe eine Ausbildung als Informatikerin abgeschlossen. Seither arbeite ich auf diesem Beruf und absolvierte auch einige Monate einen Sprachaufenthalt im Ausland. Meine Zukunft sehe ich im kaufmännischen Bereich. Wie kann ich die kaufmännische Grundbildung am Besten nachholen? Mit einer Handelsschule für Erwachsene, dem KV modular oder der Berufsmatur?
Danke für Ihre Frage. Sie sind richtig in der Annahme, dass wenn Sie im kaufmännischen Berufsgebiet arbeiten möchten, eine umfassende Grundausbildung nötig ist. Sie haben grundsätzlich mehrere Wege offen: Drei Jahre an einer Handelsschule, wobei das dritte Jahr ein Praktikum ist. Vorteil: gut, um sehr ausführliche und breite Kenntnisse zu erlangen. Teuer, da Sie neben der Schule nicht genügend arbeiten können, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Wichtig ist eine Handelsschule zu wählen, die berechtigt ist Fähigkeitszeugnisse auszustellen und nicht ein Bürofach- oder Handelsdiplom. Diese sind auf dem Markt weniger wert. KV Modular oder ähnlich: dies ist eine Nachholbildung für Erwachsene, die meistens an Kaufmännischen Berufsschulen angeboten wird. Diese Ausbildung ist kürzer und bereitet direkt auf des Fähigkeitszeugnis vor. Bedingung ist aber, dass Sie seit einigen Jahren Erfahrungen im kaufmännischen Gebiet haben. Auskunft bei den Berufsschulen. Das heisst also, eine Anstellung suchen und sich dann mit der Zeit weiterbilden. Der dritte Weg ist eine normale Lehre als Kauffrau. Es gibt keine Alterslimiten. Sie könnten mit Arbeitgeber und Amt für Berufsbildung auch eine verkürzte Lehre (z.B. zwei Jahre) abmachen, da Sie ja bereits eine Lehre haben. Jedoch ist es vom Verdienst her nicht sehr interessant. Zudem müssten Sie nochmals mit 16-Jährigen die Schulbank drücken. Wenn Sie in Ihrem Beruf die Berufsmaturität haben, könnten Sie sich unter Umständen mit einem Praxisjahr im kaufmännischen Gebiet an einer Fachhochschule für Wirtschaft einschreiben. Dies muss aber verhandelt werden. Zudem ist es wichtig, dass Sie die Fähigkeiten und Begabungen besitzen, um eine Fachhochschule erfolgreich durchlaufen zu können. Dieser letzte Weg ist nicht nur ein Einstieg ins kaufmännische Gebiet, sondern auch ein Karriereschritt. Aber vielleicht suchen Sie eine spezifische Ausbildung im kaufmännischen Gebiet. Besorgen Sie sich im Berufsinformationszentrum Ihrer Region das Buch: "KV wie weiter". Dort sehen Sie die vielen Bildungsmöglichkeiten. Ich rate Ihnen zudem zu einem Besuch im regionalen Berufsinformationszentrum, um genauere Unterlagen über die Möglichkeiten in Ihrer Region zu bekommen.
 
Ich bin 35 Jahre alt, arbeite seit 6 Jahren im Verkauf/Innendienst, Sachbearbeiterin in einer Weinkellerei. Habe leider nur eine Servicefachlehre gemacht, und vor 5 Jahren die Handelsschule KLZ abgeschlossen. Möchte nun gerne eine Weiterbildung oder Kurse absolvieren, damit ich für die Arbeitswelt (Arbeitgeber) interessant bleibe. Was würden Sie mir empfehlen? Eventuell mit Bürofachdiplom, oder mit Kursen meine Schwachstellen aufpolieren, wie Sprachen, Korrespondenz etc. oder sogar das KV nachholen. In der Weinbrache, Gastronomie fühle ich mich sehr wohl. Danke für Ihre Anwort.
Danke für Ihr Interesse und Ihre Frage. Sie schreiben, dass Sie leider nur ein Servicelehre gemacht haben. Dies ist ja nicht Nichts. Was aus Ihrem Schreiben nicht hervorgeht ist, in welche berufliche Richtung Sie sich entwickeln wollen. Dies ist wichtig zu wissen, damit Sie nicht teure Kurse absolvieren, die Ihnen nichts bringen. Möchten Sie eine leitende Stelle im Innendienst der Kellerei einnehmen? Wollen Sie in den Aussendienst wechseln? Wollen Sie Einkäuferin werden und mit den Weinbauern und Handelsorganisationen verhandeln? Welche Tätigkeiten im Gastgewerbe reizen Sie? Grundsätzlich: Für Arbeitgeber bleiben Sie interessant, wenn Sie die aufgetragene Arbeit fehlerfrei machen können, auf Neuerungen im Ablauf oder in der Organisation positiv reagieren, und mit der Technologie Schritt halten. Ebenso, wenn Sie genügendes Fachwissen Ihres Berufes oder der Tätigkeit haben. Teamfähig müssen Sie sein, und in Verkauf, Handel und Gastronomie ist auch Kommunikationsfähigkeit wichtig, wenn möglich in verschiedenen Sprachen. Als Weiterbildungen im kaufmännischen Bereich haben Sie ja bereits einen Tageshandelsdiplomkurs KLZ oder Jahreshandelsdiplomkurs KLZ besucht. Wenn Sie im Büro bleiben möchten und später sogar eine eidg. Berufsprüfung z.B. als Restaurationsleiterin machen möchten, lohnt es sich, aufbauend auf die Handelsschule das Fähigkeitszeugnis als Kauffrau nachträglich zu machen. Ein Bürofachdiplom bringt Ihnen meiner Meinung nach nicht genügend Grundlagen, denn diese haben Sie ja bereits aufgrund Ihrer Ausbildung und Berufserfahrung. Kurse und Schulungen finden Sie bei www.berufsberatung.ch unter Laufbahn, Weiterbildungsangebotsbörse WAB.
 
Ich bin 34 Jahre alt und habe die Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten bei einer deutschen gesetzlichen Krankenkasse absolviert. In meiner 8-jährigen Laufbahn habe ich viel Erfahrung im Bereich Sozialversicherung und auch im kaufmännischen Bereich sammeln können und war auch knapp 2 Jahre als Teamleiter im Bereich allg. Leistungen mit anfangs 10 Mitarbeitern tätig. 2002 bin ich für 6 Jahre aus privaten und auch beruflichen Gründen nach Ägypten gegangen und habe mich als PADI Tauchlehrer ausgebildet. Aufgrund meiner Vorkenntnisse im kaufmännischen Bereich habe ich sehr schnell eine Stellung als Basisleiterin einer Tauchschule erhalten und habe somit sehr viele neue Erfahrungen im Bereich Personalführung, Kundenpflege, Administration, Buchführung und in der englischen Sprache in einem multikulturellen Umfeld sammeln können. Seit Januar bin ich wieder zurück und bin auf der Suche nach einer neuen Herausforderung in der Schweiz. Was empfehlen Sie mir?
Sie haben einen spannenden, vielfältigen Werdegang hinter sich. Dies eröffnet Ihnen zahlreiche Optionen der beruflichen Weiterentwicklung. Ihre Fähigkeiten und Erfahrungen könnten in unterschiedlichen Gebieten zum Einsatz kommen – denkbar wären z.B. eine Rückkehr in Ihr angestammtes Gebiet (jedoch mit unterschiedlicher Funktion) oder ein Schritt in die Schweizer Tourismusbranche, wo Sie Ihre in Ägypten gewonnenen Kenntnisse bestens einbringen könnten. Genau diese Vielfalt der Möglichkeiten verunmöglicht aber auch eine "Ferndiagnose". Ohne Sie, Ihre aktuelle Situation, Ihre Stärken, Schwächen, Interessen, beruflichen Wünsche und Visionen genauer zu kennen, lässt sich keine kurze, einfache und "richtige" Antwort auf Ihre Frage geben. Ich empfehle Ihnen daher, sich im Rahmen einer ausführlichen Berufsberatung mit Ihrer Fragestellung auseinanderzusetzen. Dies könnten Sie sowohl an einer öffentlichen (z.B. www.berufsberatung.ch) als auch an einer privaten (z.B. www.s-b-institut.ch) Institution tun.
 
Ich bin 23 Jahre alt, habe eine Lehre als Bauzeichnerin absolviert und kürzlich die technische Berufsmaturitätsschule erfolgreich abgeschlossen. Ursprünglich hatte ich vor, ein Studium in der Architektur zu absolvieren, weil ich kreativ im Job sein möchte, aber mir ist jetzt bewusst geworden dass ich eigentlich nichts mehr mit der Baubranche zu tun haben möchte. Mein Wunsch ist es in der grafischen Branche Fuss zu fassen. (In einem Verlag arbeiten zu können wäre wirklich toll, egal was sich für ein Job ergeben würde). Nun frage ich mich: Wie ist das zu schaffen? Als Quereinsteigerin? Ich interessiere mich auch sehr für den Beruf eines Web-Designers oder Ähnliches, könnte eine Alternative sein, aber da habe ich auch Zweifel dran wie ich den Einstieg schaffen könnte. Habe ich nicht einen gewissen Vorteil bezüglich Berufsmatura? Ich sehe im Moment als einzige Möglichkeit ein Studium an einer Kunstfachhochschule, aber vielleicht gibt es Alternativen?
Der direkte Weg in einen grafischen, gestaltenden Beruf führt von der Berufsmaturität aus über eine Hochschule für Kunst. Schauen Sie sich doch mal die Angebote der Hochschule Luzern (www.hslu.ch) oder jene in Zürich (www.zhdk.ch) an und besuchen Sie deren Informationsanlässe. Um Sicherheit in Ihrer neuen Berufsausrichtung zu erhalten, empfehle ich auch ein Praktikum in dem gewünschten Berufsgebiet zu absolvieren. Das hilft Ihnen, sich einen realistischen Eindruck über die Arbeitsinhalte zu verschaffen. Informationen dazu finden Sie unter www.berufsberatung.ch oder auch im BIZ Berufsinformationszentrum. Allenfalls reizt es Sie auch, einen Vorkurs zu absolvieren, was Ihre Chancen auf dem Ausbildungs- und Stellenmarkt im gestaltenden/grafischen Bereich wesentlich erhöht.
 
Ich bin 23 Jahre alt und habe meine KV-Lehre vor rund 5 Jahren in einem Hotel erfolgreich beendet. Seitdem konnte ich Berufserfahrung in diversen kaufmännischen Bereichen/Branchen sammeln und arbeite momentan als Office Managerin mit Verantwortung für den gesamten kaufmännischen Bereich einer Stiftung. Mein Wunsch ist nun schon seit längerer Zeit eine Stelle in der Immobilienbranche zu finden (Immobilienbewirtschaftung) und eine entsprechende berufsbegleitende Weiterbildung käme für mich selbstverständlich auch in Frage. Ich habe jedoch den Eindruck, dass die Firmen bereits schon Erfahrung im Immobilienbereich wünschen und man nur mit dem Diplom (ohne Praxiserfahrung) keine allzu grossen Chancen hat!? Wie nun weiter?
Ich empfehle Ihnen, mit verschiedenen Immobilienverwaltungen in Kontakt zu treten. Sprechen Sie mit Berufsleuten aus der Branche und erfahren Sie, welche Einstiegsmöglichkeiten sich Ihnen bieten. Aufgrund Ihrer aktuellen Berufserfahrung dürfte es für Sie gut möglich sein, die Branche zu wechseln. Wie viele Stellenbewerbungen haben Sie bereits verschickt? Um den Umstieg zu erleichten, könnten Sie sich über folgende Berufsprüfungen und Weiterbildungen informieren. Je nachdem, welche Ausrichtung Sie reizt, gibt es kürzere und umfassende Ausbildungsstufen. Auf der Internetseite www.berufsberatung.ch finden Sie Informationen zu verschiedenen Ausbildungsgängen im Immobilienbereich, wie zum Beispiel zur Immobilienbewirtschafterin (BP) >a target="_blank" href="http://www.berufsberatung.ch/dyn/1391.asp?id=&fid=3767&bid=10.2&search=Immobilien&searchabc=">www.berufsberatung.ch/dyn/1391.asp?id=&fid=3767&bid=10.2&search=Immobilien&searchabc. Als letzten Tipp empfehle ich Ihnen, dass Sie Ihre Bewerbungsunterlagen einmal von einer Drittperson oder einer Fachperson beurteilen lassen. Somit können Sie sicher gehen, dass rein formal Ihre Bewerbung dem entspricht, was Sie anzubieten haben.
 
 

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